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théorie politique

Prise de position contre la mouvance antifasciste de Nuremberg cherchant à interdire une réunion de révolutionnaires internationalistes sur le stalinisme en Espagne

Publié le 7 Novembre 2016 par Sozialer Widerstand in prise de position politique

Prise de position, 2 novembre 2016, contre l'attitude de la mouvance antifasciste de Nuremberg cherchant à interdire une réunion de révolutionnaires internationalistes sur le stalinisme en Espagne.

 

Texte allemand et traduction française, 7 nov. 2016

Gruppe Sozialer Widerstand /  Groupe Résistance sociale, Nürnberg

 

 

Für die soziale, antipolitische und antinationale Selbstorganisation des Proletariats! / Pour l’auto-organisation sociale, antipolitique et antinationale du prolétariat!

Öffentliche Erklärung von Sozialer Befreiung und Sozialen Widerstand / Prise de position publique des groupes Libération sociale et Résistance sociale

 

2. November 2016

 

 

Mit Wut und Empörung, aber auch mit der festen Entschlossenheit, ihr entgegenzutreten, haben wir die stalinistische Hetzkampagne, welche der VVN-BdA* Nürnberg gegen Soziale Befreiung auf der Linken Literaturmesse vom 4. bis zum 6. November 2016 in Nürnberg führt, zur Kenntnis genommen. Wir haben nichts gegen harten Meinungsstreit, aber die Behauptung, wir seien „rechte Provokateure“, ist nichts weiter als eine schmutzige Lüge. Wir wollen hier auf unsere revolutionäre Kritik des Antifaschismus und die Hetzkampagne des VVN-BdA kurz eingehen.

 

Stalinistische Hetzkampagne gegen RevolutionärInnen

Man muss unsere Kritik des Antifaschismus nicht teilen, um zu sehen, dass die Behauptung des VVN-BdA Nürnberg, wir seien „rechte Provokateure“, eine üble Schmutzkampagne ist. Sie steht in einer offen reaktionären Tradition. Auch damals im spanischen BürgerInnenkrieg verleumdeten die StalinistInnen klassenkämpferische ProletarierInnen, den linken Flügel der Volksfront (POUM, CNT und TrotzkistInnen) und bewusste RevolutionärInnen, sie stünden mit Franco im Bunde. Auch heute noch werden diese Lügen teilweise behauptet. Der Hetzkampagne folgte der Terror der sowjetischen Geheimpolizei NKWD in Spanien. Der VVN-BdA Nürnberg stellt sich offen in diese Tradition. Wir haben uns mit unserer Veranstaltung zum spanischen BürgerInnenkrieg ordentlich für diese Literaturmesse angemeldet. Die offene Drohung unserer VerleumderInnen, unsere angemeldete Veranstaltung durch Gewalt verhindern zu wollen, ist nicht nur ein Angriff auf uns. Das ist ein Angriff auf die gesamte Linke Literaturmesse. Genauso wie sich die Lüge des VVN-BdA, wir seien „rechte Provokateure“ ebenfalls gegen die gesamte Linke Literaturmesse richtet. Denn wir nehmen seit Jahren regelmäßig an ihr teil. Wer behauptet, wir seien „rechte Provokateure“, sagt damit indirekt auch, dass die Linke Literaturmesse seit Jahren „rechten Provokateuren“ ein Podium geboten hat. Wir befinden uns nicht auf dem Moskauer Schauprozess 1936 und auch nicht in Spanien 1937/38 wo die StalinistInnen mit ihrem Terror ein Sieg gegen das klassenkämpferische Proletariat einfuhren, um dann 1939 gegen Franco zu verlieren. Deshalb haben nicht wir uns zu rechtfertigen, sondern unsere stalinistischen VerleumderInnen. Wir fordern von der Linken Literaturmesse, dass sie sich öffentlich von der Behauptung, wir seien „rechte Provokateure“ distanziert. Dies kann durchaus mit einer Distanzierung von unseren Positionen verbunden sein. Damit können wir leben.

 

Auch bezüglich unserer Veranstaltung zum spanischen BürgerInnenkrieg fordern wir die Linke Literaturmesse auf, für klare Verhältnisse zu sorgen. Gegen die stalinistische Gewaltdrohung werden wir uns zu verteidigen wissen. Wir werden garantiert nicht als erste zur körperlichen Gewalt übergehen, wir werden uns aber verteidigen. Wir fordern die VeranstalterInnen, die Verlage und BesucherInnen der Linken Literaturmesse auf, mit uns zu verhindern, dass unsere angemeldete Veranstaltung durch offene Gewalt verhindert wird. Und zwar ohne Polizei. Das könnte unseren VerleumderInnen so passen, dass sie sich auch noch als Verfolgte der staatlichen Repression im Kampf gegen die angeblichen „rechten Provokateure“ aufspielen können. Gebt durch euer Verhalten zu verstehen, dass der VVN-BdA den Bogen bei weitem überspannt hat.

 

Die revolutionäre Kritik am Antifaschismus

 

Gegen Nazis zu kämpfen ist für SozialrevolutionärInnen eine Selbstverständlichkeit, doch die Demokratie gegen den Faschismus zu verteidigen, ist konterrevolutionär. Die Demokratie ist nur in den Hirnen kleinbürgerlicher AntifaschistInnen ein großes emanzipatorisches Ideal. In der Wirklichkeit ist die Demokratie als kapitalistische Staatsform sozialreaktionär. SozialrevolutionärInnen kämpfen gegen Demokratie und Nazis. Während die Nazis den rechten Flügel der bürgerlichen Politik darstellen, ist der Antifaschismus der linke Flügel der bürgerlichen Politik. Wie ein Vogel beide Flügel zum Fliegen braucht, stützte und stützt sich der Kapitalismus sowohl auf Nazis als auch auf den Antifaschismus. Den Kapitalismus zu bekämpfen heißt Nazis und Antifaschismus zu bekämpfen. Die antifaschistische Volksfront in Spanien zwischen 1936 und 1939 war eine Klassenfeindin des Proletariats – aber nicht das kleinere Übel zum Franquismus. Beide stellten sozialreaktionäre Fraktionen des Kapitalismus dar. Das Proletariat wurde in einem innerkapitalistischen Fraktionskampf blutig zerrieben. Diese Tatsache zu leugnen ist auch heute noch das Geschäft des Antifaschismus.

 

Objektiv haben die ProletarierInnen für den Unterschied zwischen den Folterkellern des sowjetischen NKWD und denen Francos gekämpft. Damit wollen wir nicht die subjektiv ehrliche Motivation der SpanienkämpferInnen besonders in den Internationalen Brigaden in Abrede stellen, aber wir wehren uns auch dagegen, dass mit Verweis auf sie der revolutionären Kritik des Antifaschismus der Mund gestopft wird. Auch die antifaschistische PartisanInnenbewegung hat im Zweiten Weltkrieg ähnlich wie im spanischen BürgerInnenkrieg klassenkämpferische ProletarierInnen und bewusste RevolutionärInnen ermordet.

 

Noch heute entwaffnet der Antifaschismus das klassenkämpferische Proletariat gegen Demokratie und Nazis. Während in Deutschland die Nazis in die Offensive gehen und eine Pogromstimmung gegen MigrantInnen organisieren, fällt großen Teilen der Antifa nicht mehr ein, als nach der demokratischen Polizei zu rufen. Nach der gleichen Polizei, die als Staatsorgan die Kriminalisierung der Flüchtlinge und des klassenkämpferischen Proletariats organisiert. Wer nach staatlicher Repression gegen Nazis ruft, statt langfristig auf den militanten Klassenkampf gegen Staat und Nazis zu orientieren, steht objektiv auf der anderen Seite der Barrikade.

 

Diese Kritik verbinden wir mit einer sozialen Aktionseinheit gegen Nazis und staatliche Repressionsorgane. Da sich diese soziale Aktionseinheit stark von linker Bündnispolitik unterscheidet, sei diese hier kurz erläutert. Soziale Aktionseinheit besteht für uns nicht in gemeinsamen Flugblättern und Bündnistreffen mit dem institutionalisierten Antifaschismus, sondern in rein praktischen Absprachen gegen Nazis und staatliche Repressionskräfte. Wir geben offen zu, teilweise außerhalb der Linken Literaturmesse gegen die bürokratischen Formalitäten linker Bündnispolitik verstoßen zu haben. Dieser Formalismus ist halt nicht unser Formalismus. Aber wir haben nie gegen unsere eigenen Konzepte der sozialen Aktionseinheit verstoßen und werden das auch niemals tun.

 

http://swiderstand.blogsport.de/2016/11/02/oeffentliche-erklaerung-von-sozialer-befreiung/

 

 

Prise de position publique des groupes «Soziale Befreiung» et «Sozialer Widerstand»

 

C’est avec colère et indignation, mais aussi avec la ferme volonté de nous y opposer, que nous avons pris connaissance de la campagne de diffamation stalinienne orchestrée par le VVN-BdA*  contre Soziale Befreiung à l’occasion de la Foire-exposition de littérature de gauche tenue à Nuremberg du 4 au 6 novembre 2016.

Nous n’avons rien contre une dure confrontation, mais l’assertion que nous serions des «provocateurs de droite» n’est rien d’autre qu’un sale mensonge. Nous voulons ici exposer brièvement notre critique révolutionnaire de l’antifascisme ainsi que de la campagne diffamatoire menée par le VVN-BdA.

Une campagne de diffamation stalinienne contre les révolutionnaires

On peut ne pas partager pas notre critique de l’antifascisme, mais admettre que l’affirmation du VVN-BdA Nuremberg selon laquelle nous serions des «provocateurs de droite» participe d’une campagne de dénigrement méchant. Celle-ci se rattache à une tradition ouvertement réactionnaire. Naguère, lors de la guerre civile espagnole, les staliniens calomniaient les prolétaires en lutte, l’aile gauche du Front populaire (POUM, CNT et trotskystes) et les révolutionnaires conscients, affirmant qu’ils étaient conjurés à Franco. Aujourd’hui encore, ces mensonges sont en partie propagés. A la campagne de haine succédait en Espagne la terreur de la police secrète soviétique : le NKVD. Le VVN-BdA de Nuremberg suit ouvertement cette tradition. Nous nous sommes présentés comme il se doit à cette foire-exposition en annonçant une réunion dédiée à la  guerre civile espagnole. La menace ouverte de nos calomniateurs d’interdire par la force notre réunion  ne vise pas que nous. C’est une attaque contre l’ensemble de l’exposition. Le VVN-BdA  en propageant le mensonge que nous serions des «provocateurs de droite» vise l’ensemble de l’exposition de littérature de gauche. Cela fait des années que nous y participons régulièrement. Tous ceux qui prétendent que nous serions des «provocateurs de droite» affirment indirectement que cette foire-exposition de gauche nous aurait fourni, pendant des années, une tribune.

Nous ne sommes pas revenus à l’époque de la mise en scène des procès de Moscou en 1936, ni à celle de l’Espagne de 1937-1938, lorsque les staliniens remportèrent par la terreur la victoire sur  le prolétariat combatif, pour ensuite être défaits par Franco en 1939. C’est pourquoi, nous n’avons pas à nous justifier, c’est à nos calomniateurs staliniens de le faire. Nous demandons à l’exposition de littérature de gauche qu’elle se désolidarise publiquement de l’assertion que nous serions des «provocateurs de droite». Cela pourrait bien se traduire par une distanciation de nos positions. Nous  pouvons cependant nous en accommoder.

Aussi, en ce qui concerne notre réunion publique sur la guerre civile en Espagne, nous demandons à l’exposition de littérature de gauche de remettre les pendules à l’heure. Nous saurons nous défendre contre les menaces staliniennes de faire usage de la violence physique. Nous ne garantissons pas d’être les premiers à négliger l’usage de la violence physique, mais nous saurons nous défendre. Nous demandons aux organisateurs, éditeurs et visiteurs de la foire-exposition, d’éviter avec nous, que la réunion annoncée par nous soit perturbée par une violence ouverte. Et sans la police. Nos calomniateurs joueraient sur le velours : ils pourraient derechef jouer aux victimes de la répression de l’État dans leur lutte contre les prétendus «provocateurs de droite» lui-même. Démontrez par votre attitude que le VVN-BdA a trop tiré sur la corde.

La critique révolutionnaire de l’antifascisme

Pour les révolutionnaires sociaux, combattre les nazis va de soi, mais défendre la démocratie contre le fascisme est contre-révolutionnaire. La démocratie est un grand idéal d’émancipation uniquement dans le cerveau des antifascistes petits-bourgeois. En réalité, la démocratie, en tant que forme d’État capitaliste, est socialement réactionnaire. Les révolutionnaires sociaux luttent contre la démocratie et les nazis. Alors que les nazis représentant l’aile droite de la politique bourgeoise, l’antifascisme constitue l’aile gauche de la politique bourgeoise. De même qu’un oiseau a besoin des deux ailes pour voler, le capitalisme s’est appuyé et s’appuie autant sur les nazis que sur l’antifascisme. Combattre le capitalisme, c’est lutter contre les nazis et l’antifascisme. Le Front populaire antifasciste en Espagne de 1936 à 1939 était un ennemi de classe du prolétariat – et non un moindre mal par rapport au franquisme. Tous deux constituaient des fractions du capitalisme socialement réactionnaires. Le prolétariat a été écrasé dans un combat sanglant entre fractions capitalistes. Nier cela, c’est aujourd’hui encore le fonds de commerce de l’antifascisme.

Objectivement, les prolétaires ont combattu pour établir une différence entre les chambres de torture du NKVD soviétique et celles de Franco. Par-là, nous ne voulons pas dénier aux combattants d’Espagne, en particulier dans les Brigades internationales, la sincérité subjective de leur engagement, mais nous prenons garde aussi, lorsque nous leur adressons une critique révolutionnaire de l’antifascisme, de nous coudre les lèvres. Ainsi, le mouvement des partisans antifascistes a, au cours de la Seconde Guerre mondiale comme de la guerre civile espagnole, assassiné des prolétaires combatifs et des révolutionnaires conscients.

Encore aujourd’hui, l’antifascisme désarme le prolétariat combatif face à la démocratie et aux nazis. Tandis qu’en Allemagne les nazis passent à l’offensive et organisent une atmosphère pogromiste contre les migrants, une grande partie de la mouvance «antifa» n’a rien d’autre en tête que de faire appel à la police démocratique. Elle s’adresse à cette même police qui, comme organe d’État, a organisé la criminalisation des réfugiés et du prolétariat combatif. Qui en appelle à la répression de l’État contre les nazis, au lieu d’orienter sur le long terme la lutte de classe militante contre l’État et les nazis, se tient objectivement de l’autre côté de la barricade.

Cette critique nous la combinons avec une unité d’action sociale contre les nazis et les organes de répression de l’État. Que cette unité d’action sociale diffère grandement de la politique d’alliance menée par la gauche, expliquons-nous en ici brièvement. Pour nous, l’unité sociale d’action ne passe ni par la rédaction de tracts en commun ni par des réunions alliancistes avec l’antifascisme institutionnalisé, mais elle passe par des accords purement pratiques contre les nazis et les forces de répression de l’État. Nous confessons ouvertement d’avoir quelque peu, hors de cette foire-exposition de littérature de gauche, enfreint les formalités bureaucratiques de la politique allianciste de la gauche. Ce formalisme n’est tout simplement pas le nôtre. Mais nous n’avons jamais péché contre notre propre conception de l’unité d’action sociale et jamais nous ne le ferons.

 

* Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) Siehe : http://www.vvn-bda.de/ (Fussnote von Ph.B.)

* Association des Victimes du régime nazi – Ligue antifasciste. Voir : http://www.vvn-bda.de/ (note de l’éditeur-traducteur, Ph.B.).

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